Schulvorbereitende Einrichtung

sve-3Die Schulvorbereitende Einrichtung (SVE) besuchen Kinder in den letzten 3 Jahren vor dem regelmäßigen Beginn der Schulpflicht. Es handelt sich um Kinder, die in den Bereichen Sprache, Lernen und emotional-soziale Entwicklung einer nachhaltigen sonderpädagogischen Förderung bedürfen.
Ziel der Förderung ist es, die Kinder auf die schulischen Anforderungen vorzubereiten und eine Grundlage für eine weitere erfolgreiche Förderung in der Schule zu schaffen.
Es sollen also Kinder mit Sprachauffälligkeiten, Lernschwächen, Entwicklungsverzögerungen, Teilleistungsschwächen oder einem erhöhten emotional-sozialen Förderbedarf entsprechend ihren Fähigkeiten gefördert und auf den Schulbesuch vorbereitet werden. Die ganzheitliche pädagogische Förderung erfolgt in kleinen Gruppen von etwa acht Kindern unter der Leitung einer sonderpädagogisch ausgebildeten Erzieherin.
Zusätzlich wird für die Bereiche Sprache, Lernen und emotional-soziale Entwicklung eine Förderung durch Lehrkräfte des Förderzentrums angeboten.
Die SVE kann auch Kindern, die vom Schulbesuch zurückgestellt wurden, eine intensive Förderung bieten.

 

 

sve-3Förderdiagnostischer Ansatz

Bei Aufnahme eines Kindes in unsere Schulvorbereitende Einrichtung wird nach eingehender Diagnostik ein Sonderpädagogisches Gutachten verfasst, in dem sowohl der sonderpädagogische Förderbedarf als auch daraus abgeleitete Fördermöglichkeiten beschrieben werden.

Für jedes Kind werden die Ziele der Förderung in einem Förderplan festgehalten, der regelmäßig fortgeschrieben wird.

Der Förderplan wird also periodisch evaluiert und je nach Entwicklungsstand revidiert bzw. erweitert und ist somit ein kontinuierlicher Prozess, der eine untrennbare Einheit mit Diagnostik und Förderung bildet.

 

Dabei ergänzen sich unterschiedliche diagnostische Verfahren:

  • Beobachtung in der Gruppe und in Einzelsituationen (z.B. Verhaltensbeobachtung im Spiel)
  • Informelle Screenings (z.B. Spontansprache, motorische Entwicklung)
  • Standardisierte Testverfahren (z.B. Intelligenzdiagnostik, Entwicklungsdiagnostik, Diagnostik der Teilleistungen)

 

 

Tagesablauf

Um unseren Kindern Halt und Struktur zu geben, orientieren wir uns an einem streng ritualisierten Tagesablauf. Nach der persönlichen Begrüßung der Kinder an der Garderobe dürfen die Kinder am Tisch spielen.

Ist die Gruppe vollständig, trifft sie sich zum Morgenkreis. Dort werden die Wochentage, das Wetter, die Namen der Kinder, etc. wiederholt und sprachlich gefestigt, anschließend wird der Tagesablauf und das thematische Angebot  besprochen.

Bis zur Pause erfolgt dann die Freispielzeit,  in der parallell dazu die Einzelförderungen und die Bastelangebote realisiert werden.  Nach der Brotzeit, die gemeinsam am Tisch eingenommen wird, gehen wir bei passender Witterung nach draußen.

Während die Struktur innerhalb der Tage gleichbleibend ist, unterscheiden sich die Wochentage grundlegend.

 

 

Vorschule 

Wöchentlich findet für unsere Vorschulkinder die Vorschule statt. Dabei arbeiten wir gruppenübergreifend und die jüngeren Kinder erhalten in der Zeit eine intensive Förderung der Basisfähigkeiten und  –fertigkeiten in der sog. Zwergenschule.

Schwerpunkte unserer Arbeit sind im mathematischen und im phonologischen Bereich (Erarbeitung des Zahlenraumes bis 10, Formen erkennen,  Menge- oder Zahlzuordnungen, Laute hören, Schreibübungen …). Dabei werden  sowohl  Zahlen als auch Laute spielerisch und in Verbindung mit Bewegung erarbeitet und immer wieder vertieft.  Besonders wird auch auf eine richtige Arbeitshaltung Wert gelegt.

Es findet fortlaufend eine enge Vernetzung mit der Schule in Form von Unterrichtshospitationen und Gesprächen statt. Die Kinder besuchen regelmäßig die 1. Klasse, erhalten erste Unterrichtsstunden und werden konkret auf den Schulbesuch vorbereitet.

 

 

Sprachmorgenkreis

Wöchentlich findet in den beiden SVE-Gruppen zusätzlich zur Einzelsprachförderung ein Sprachmorgenkreis statt, in dem unterschiedliche Stimm-, Sprach- und Sprechspiele gespielt werden.

Dabei werden jeweils verschiedene Schwerpunkte bezüglich Mundmotorik sowie Laut- und Satzbildung gelegt. Die einzelnen Übungen werden in eine Geschichte verpackt. Die „Frau Zunge“ dient als Identifikationsfigur und leitet den Morgenkreis ein.

So entsteht ein festes Ritual, bei dem spielerisch die Mundmotorik, die unterschiedlichen Sprachebenen, aber auch die auditive Wahrnehmung gefördert werden. Nach einer gemeinsamen Phase im Sitzkreis werden die Kinder in 3 kleine Gruppen aufgeteilt, in denen ebenfalls noch einmal intensiv der jeweilige Schwerpunkt geübt wird.

 

 

Tagesstätte

Kinder mit entsprechendem Förderbedarf können die Tagesstätte „Arche“ besuchen. Sie erhalten dort neben einer qualifizierten Betreuung in der Gruppe auch Einzelförderung und verschiedene Therapien. Es wird Wert auf eine therapeutische Gestaltung der Freizeit gelegt und es findet eine enge Zusammenarbeit mit dem Jugendamt, den Eltern und der Schule statt.

 

 

SVE Gruppe 1: Angela Bauer, HPU
SVE Gruppe 2: Kathrin Girnghuber, HPU
Sprachtherapie: Kathrin Wenninger, StR FS
Förderung: Petra Haberl
Diagnostik & Beratung: Susanne Prinz-Fuest, SoKR
Praktikanten: Lea Baumgartner, Vorpraktikantin
Andrea Wiesmaier, Vorpraktikantin
Melanie Lehner, Praktikantin im Hauptstudium Erzieherin
Sabrina Blüml,  Praktikantin im Hauptstudium Erzieherin